Pflanzen

Der Frauenmantel

Zusammenfassung

Den Namen Frauenmantel trägt diese horstbildende mehrjährige krautige Pflanze seit etwa 1500. Der Name leitet sich von den Schutzmantelmadonnen, die seit dem 14. Jahrhundert ein Bildtypus der abendländischen Kultur waren, ab. An diesen Mantel erinnern die halbkreisförmigen Blätter, die auch voll ausgebildet den Eindruck erwecken, als besäßen sie eine feine regelmäßige Fältelung. Der wissenschaftliche Namen Alchemilla leitet sich von Alchemie ab.[1] Dies beruht darauf, dass die mittelalterlichen Alchimisten sich vom kristallklaren Guttationstropfen inspiriert fühlten und ihn in ihren Versuchen zur Herstellung mystischer Essenzen und sogar zur Goldherstellung gebrauchten.

Alchemilla vulgaris (Gemeiner Frauenmantel) wird oft als Sammelname für die insgesamt 21 Unterarten verwendet. Allen werden Heilkräfte zugeschrieben.

Der Wurzelstock der Gattung ist verholzt, kräftig, mit vielen Köpfen und dunkel gefärbt. Die Pflanzen erreichen Größen von 10 bis 50 cm. Die Blätter sind rund, behaart und wie ein Mantel in mehrere Lappen geteilt.

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