Blumen

Leberblümchen (Hepatica nobilis)

Das Leberblümchen ist eine bekannte Frühlingspflanze, deren Name von den dreigelappten, leberförmigen Blättern herrührt. Sie wanderte nach der letzten Eiszeit im Gefolge der Bäume ein und ist heute besonders in Buchenwäldern mit kalkhaltigen Böden zu finden.

Auch die Fränkische Alb wurde vom Leberblümchen besiedelt. Im Norden vom Maingebiet her und im Süden vom Donaugebiet aus. Dazwischen, im Bereich des Pegnitztals, findet man keine Leberblümchen, obwohl im dortigen Buchenwald die Boden- und Klimabedingungen nicht anders sind.

10 000 Jahre waren nicht lange genug Pflanzen können natürlich nicht laufen. Das Leberblümchen lässt sich - gegen Bezahlung! - tragen. Wer Leberblümchenfrüchte genau anschaut, erkennt die Reste des Fruchtstiels. Er ist nährstoffreich und lockt Ameisen an. Diese tragen den Samen in ihren Bau, fressen die Leckerei weg und lassen den Rest liegen. Das Leberblümchen ist somit ein bisschen weitergewandert.

Die Lücke in der Besiedlung der Fränkischen Alb könnte so eine Erklärung finden: Die Ameisen brauchen einfach noch einige hundert Jahre Zeit, um das Leberblümchen auch dorthin zu tragen.

Auch in der Mittleren Schwäbischen Alb zeigt sich die gleiche Lücke im Verbreitungsbild des Leberblümchens wie in der Mittleren Fränkischen Alb!

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